Ich habe kein übertrieben gutes Verhältnis zu meinem Großvater väterlicherseits, was zu einem großen Teil damit zusammenhängen könnte, dass er zwei Jahre vor meiner Geburt von uns – was in diesem Fall ja eher von denen, die damals schon lebten, heißen müsste – ging. Aber auch unabhängig von der Tatsache, dass er Zeit meines Lebens einen eher unlebendigen Eindruck machte (was man ihm nun wirklich nicht zum Vorwurf machen sollte), erfahre ich aus Erzählungen immer wieder, dass sein Leben von Freudlosigkeit und römisch-katholischer Askese geprägt war. Sein Leben kam ohne Fernseher und Auto, dafür mit einer Menge Plunder klar, dem ich dann als Vierjähriger beim Hausausräumen mit einer Mischung aus Grusel und Faszination begegnete.

Vermutlich verliefen große Teile seines Lebens unbelastet von Konzepten wie Ironie. Und so käme es wohl aus seiner Sicht überraschend, dass er und ich diesen Spot mit Begeisterung sähen.

[via electru]

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