Am 14. Dezember 1819 trat Alabama als 22. Staat den Vereinigten Staaten von Amerika bei, am 1939 flog die UdSSR für ihren Angriff auf Finnland aus dem Völkerbund. Dieser Ereignisse gedenken wir mit einer Darbietung der finnischen Leningrad Cowboys zusammen mit dem Chor der Roten Armee eben jener UdSSR des Liedes „Sweet Home Alabama“.

1999 – die russische Armee war im Tschetschenienkrieg gerade in Grosny eingerückt – trat mit Nauru die kleinste Republik der Welt der UNO bei.

Zu den sich heute jährenden Ereignissen ohne direkten weltpolitischen Hintergrund gehören der Geburtstag von Nostradamus (1503), die Aufnahme Mozarts in die Freimaurerloge (1784) und die Eröffnung des Casinos von Monte-Carlo (1856).

In der ersten Folge der neuen Staffel von Family Guy zappen sich Stewie und Brian mit Hilfe einer selbstgebauten Fernbedienung durch Paralleluniversen und landen dort schließlich bei den Disneys in einer Welt, in der alles warm und kuschelig ist und in Liedform besungen wird.

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Anscheinend hat sich aber auch eine Damengruppe aus dem Disneyuniversum auf- und es sich bei uns bequem gemacht. Wie man auf diesem Erinnerungsfoto sehen kann, haben sie jedoch alles Damenhafte zurückgelassen und alles abgelegt, was sie zu austauschbaren, unselbständigen, aufdenprinzenwartenden Alpträumen von Alice Schwarzer machte. Oder sie haben schlicht vergessen, ihr Ritalin einzunehmen.

Disney-Girls gone wild

Foto: Zoomia@Flickr

Es spricht – entgegen der veralteten Auffassung der führenden meinungsmachenden Blogs – nichts dagegen, seinen Blogeinträgen Titel zu geben, die auf Hits von Heino anspielen. Diesem ungerechtfertigten Stigma entgegenzuwirken ist eine der nobelsten Aufgaben dieses Eintrags, der sich hauptsächlich mit der Zubereitung alkoholischer Getränke unter erschwerten Bedingungen befasst. In unserem Anschauungsbeispiel 1 zeigt Michael Schumacher in Zusammenarbeit mit dem die Hardware stellenden Spirituosenhersteller, dass er von der Alkohol-am-Steuer-Problematik überhaupt nichts verstanden hat. Denn natürlich steht das Zubereiten von Cocktails auf dem Beifahrersitz eines Maserati nicht unter Strafe. Etwas anderes gilt vielleicht in einem US-Bundesstaat, der auch den bisher rechtsdogmatisch problematischen Fällen schwangerer Frauen, die hosentragend in Begleitung orangener Alligatoren den Verzehr von Käsekuchen nicht lassen wollten, einen Riegel vorgeschoben haben. Zumindest in ungeraden Kalenderwochen.

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Am 13. Dezember 1989 wurde Taylor Swift, werdende Country-Legende, „Hannah-Montana – der Film“-Gaststar und Auslöserin des Kanye-West-Zwischenfalls, geboren. Wir feiern diesen Lichtblick an einem an historischen Ereignissen nicht gerade üppig ausgestatteten Tag, indem wir uns diesem Wunschzettel anschließen.

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Vor dreißig Jahren, am 12. Dezember 1979, wurde der Nato-Doppelbeschluss verabschiedet, ein Vertrag, der die Friedensbemühungen des Nordatlantikbündnisses mit der Stationierung nuklearer Sprengköpfe in Deutschland auf charmante Weise zu verbinden wusste. Aus der gegen diesen Beschluss gerichteten Friedensbewegung heraus formierte sich die Partei „Die Grünen“, die am 12. Dezember 1985 mit Joschka Fischer ihren ersten Landesminister stellt.

Wir begehen diesen Jahrestag mit einem Lied aus dem Wahlkampfrepertoire, in dem Joseph Beuys (!) auf eindrucksvolle Weise mit mehreren liebgewonnenen Weisheiten aufräumte:

  1. Wortspiele und Wahlkampf vertragen sich nicht
  2. Es fällt nicht auf, wenn man hinter dem Schlagzeug schnell den Text der nächste Strophe nachliest
  3. Anglerwesten sind ein zeitloses Accessoire der Herrenmode
  4. Schuster, bleib bei deinem Leisten
  5. Kabellose Mikros haben nur Vorteile. Nur sie kann man elegant und zugleich dynamisch herumschwirbeln, ohne dass es zur Katastrophe kommt

Die Grünen räumten dann später ihrerseits mit dem Vorurteil auf, ein rechtspolitischer Sprecher müsse Jurist sein und machten Volker Beck (geboren am 12. Dezember 1960) zum ihren.

Keine offensichtliche Verbindung zu den Grünen haben die Geburtstage von Jana Ina (1976) und Maurizio Gaudino (1966), der Todestag von Johann Christoph Gottsched (1772) oder die Premiere von „Winnetou und Old Shatterhand im Tal der Toten“ (1968)

Mit dem heutigen Sonnenuntergang beginnt für die Anhänger des israelitischen Glaubens das Lichterfest Chanukka, bei dem sie der Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalems gedenken. Ja, man kann also durchaus sagen, dass die Juden ihre Feste feiern, wie sie fallen. Auch der Party- und Feiertagssachverständige und Ewald Lienens Sonderbeobachter für Feiern zu Ehren erfolgreicher Makkabäeraufstände im zweiten vorchristlichen Jahrhundert Tom Lehrer feiert mit und zündet seine Menorah an einem ganz besonderen Ort an.

Ein vertonter Reisebericht aus dem jüdischen Feiertagskalender.

Nach dem Halt meines Intercity in Ribnitz-Damgarten nahm überraschend Friedrich Engels mir gegenüber am Tisch Platz. Er machte nicht den Eindruck, als rechne er damit, erkannt zu werden, so dass ich meine Aufmerksamkeit fast wieder abgewandt hätte in der Gewissheit, es handle sich bei meinem Gegenüber um den Betriebsrat einer Buchhandelskette mit einer mehr oder weniger zufälligen optischen Ähnlichkeit mit dem berühmten Sozialphilosophen.

Engels sah aber genau so aus, wie man ihn aus der kommunistischen Propaganda kennt. Er trug zwar zeitgenössische Kleidung und ein DDR-Brillengestell, hatte aber an seiner Erscheinung ansonsten wenig verändert. Er trug sein reichlich fettiges Haupthaar akkurat zum Linksscheitel gekämmt und seinen markanten Bart, den er ostentativ in Form strich, als wolle er mir bedeuten, dass er es tatsächlich sei, ich müsse keine Scheu haben, ihn anzusprechen.

Schließlich war er es, der das Gespräch suchte. Freilich ohne seine Identität preiszugeben fragte er, wohin ich unterwegs sei. Ich antwortete und stellte fest, dass es mir leichter als gedacht fiel, meiner Aufregung Herr zu werden. Statt auf eine Gegenfrage zu warten erklärte Engels mir, er sei auf dem Weg nach Düsseldorf. Er habe dort Freunde, die er lange nicht mehr gesehen habe. Während ich erwiderte, ich sei durch Düsseldorf gefahren, als ich einmal auf dem Weg nach Münster gewesen sei, kaute er an seinem Daumennagel und lenkte meine Aufmerksamkeit vom schwarzen Bart, durch den sich einzelne weiße Haare schlängelten – als einzige sichtbare Spuren, die die gut 100 Jahre seit seinem Tod hinterlassen hatten – auf die violetten Lippen, die sich öffneten und den Blick auf eher nachlässig gepflegten Zahnersatz freigaben.

Ich ertappte mich dabei, wie sich meine Gedanken an der Frage festhielten, ob Lippen von dauerhaft getragenem Bart zwangsläufig diese violette Farbe annähmen. Ich kam zu keinem mich endgültig zufriedenstellenden Ergebnis und beschloss, die Frage zu googlen. Als nächstes – Friedrich Engels sprach mittlerweile vom städtischen Schwimmbad der Mittelstadt, an der wir gerade vorbei fuhren – beschäftigten sich meine mäandrierenden Gedanken mit seiner Weste in Lederoptikpolyester, die einen mir in dieser Masse aus der Ikonographie nicht erinnerlichen Bauch verhüllte und der Frage, ob es ein Paralleluniversum gebe, in dem solche Westen jemals als modisch gelten könnten und – wenn ja – welche naturwissenschaftlichen Regeln eingeführt werden müssten, um einen solchen widernatürlichen Zustand hervorzurufen.

Der Zugchef wies auf den uns gern zur Verfügung stehenden Bordservice hin, Engels darauf, dass er keinen Kaffee trinke, wegen Herzrasen. Er blickte fragend durch mich hindurch, während er mit seinem linken Arm nach den schwarzen Nappaledermokassins an seinen Füßen griff und sie unter Grunzlauten abnahm. Ich beschloss, mir meine Frage für später aufzuheben.

Als der Zug eine halbe Stunde später an meinem Zielort einfuhr, hatte Friedrich Engels den Hebel zum Kippen der Sitzlehne gefunden und war zu meiner Erleichterung längst eingeschlafen.

Heute beginnt in Kopenhagen die UN-Klimakonferenz. Ewald Lienens Klimawandel-Sonderkorrespondent Tom Lehrer nimmt dies zum Anlass, auf den alarmierenden Zustand der Umwelt in den Vereinigten Staaten von Amerika hinzuweisen.

Stand: 1966

…und reißt selbige samt und sonders ein.

Damit meine liebe Leserschaft nicht all zu sehr um mein Karma bangt: Dem Gabelstaplerfahrer geht es gut, für den Wodka in den Regalen kam aber jede Hilfe zu spät.

Für heute ziehe ich mich aus dem aktiven Erteilen von Ratschlägen zurück und erteile das Wort unserem heutigen Gastredner, dem dunklen Ritter von Gotham City, der heute ein Potpourri an Lebensweisheiten an uns richten wird, damit auch wir dazu beitragen können, unsere Welt ein kleines bisschen besser zu machen.